30 Jahre Oper Schloss Maxlrain

Pures Opernvergnügen – 30 Jahre die Opernbühne e.v.

Der Verein die Opernbühne e.V. feiert in diesem Jahr sein dreißigjähriges Jubiläum, genau genommen gibt es sogar drei gute Gründe zum Feiern. Zum Jahreswechsel 1988/89 wurde der eingetragene Verein gegründet, die Geschichte der Maxlrainer Oper begann jedoch bereits 10 Jahre früher, als mit einer Aufführung von W.A. Mozarts Singspiel „Bastien und Bastienne“ 1979 die spätere Opernbühne aus der Taufe gehoben wurde. Ein Kreis von Freunden um den langjährigen Dirigenten Georg Hermansdorfer und das Ehepaar Walter initiierten das Projekt. Damals spielte man noch mit kleinem Instrumentalensemble in einer Scheune in Feldkirchen-Westerham. Nach weiteren Opernproduktionen an verschiedenen Spielstätten fand die Opernbühne 1984 ihre Heimat in Maxlrain. Vor genau 35 Jahren war in der Reithalle erstmals eine Oper zu hören: Mozarts „La finta semplice“, in der auch Margret Kahnt-Barnes zum ersten Mal als Solistin bei der Opernbühne sang.

Drei Jahre später betrat James Barnes erstmals die Reithalle, um den Bau des von Andreas Legath entworfenen Bühnenbildes zu Haydns „La vera costanza“ zu unterstützen. Nachdem die Produktionen in diesen ersten Jahren stetig gewachsen waren, entschloss man sich Ende 1988 zur Gründung des Vereins. Für die erste Produktion des Vereins stand 1989 G. Donizettis „Il campanello“ auf dem Spielplan. Die Aufführung unbekannter Werke war ein Schwerpunkt bei der Auswahl der Stücke und so forschte Georg Hermansdorfer über viele Jahre in Bibliotheken und erweckte eine Vielzahl vergessener Opern in Maxlrain wieder zum Leben. Ab 1994 entwarf und realisierte James Barnes die Bühnenbilder für die sommerlichen Opernabende in Maxlrain, die von wechselnden Regisseuren in Szene gesetzt wurden: Alexander Veit, Jörg Herwegh, Götz Schuricke, Roland Dippel, Stefan Vincent Schmidt, Andreas Kern, Stefan Kastner, Julia Dippel, Michael Stacheder und vielen weiteren. 2007 übernahm James Barnes die Aufgaben des 1. Vorstandes und Intendanten der Opernbühne. Im selben Jahr stand Richard van Schoor erstmals am Dirigentenpult und setzte bis 2017 neue Akzente in der musikalischen Entwicklung der Maxlrainer Oper. 2018 übernahm Chariklia Apostolu zum ersten Mal die musikalische Leitung der Opernbühne.

Szene aus J. Haydns „La vera constanza“ (1987) – mit Margret Kahnt, Hannes Rott, Dietlind Blaesig

Eine tragende Säule ist damals wie heute der Chor der Opernbühne, mit Sängerinnen und Sängern aus der Region. Viele von ihnen sind der Opernbühne bereits sehr lange verbunden, zu nennen ist an erster Stelle Johanna Käs, die unermüdlich die jeweilige Besetzung des Chores organisierte, bis sie die Aufgabe 2017 an Werner Böhm übergab. Die Leitung des Chores lag in den Händen von Georg Hermansdorfer, Margret Kahnt-Barnes, Richard van Schoor und Hubert Dobl. Das Orchester der Opernbühne entwickelte sich vom Liebhaber-Orchester zur heutigen Besetzung mit Profimusikern und Musikstudenten aus der gesamten Region zwischen Salzburg und München.

Eine große Anzahl an Solistinnen und Solisten verkörperten die vielen Charaktere auf der Bühne. In den Anfängen standen Amateure, Semi-Profis und Profis gemeinsam auf der Bühne, dabei war dem Verein die Förderung junger Talente stets ein wichtiges Anliegen. Mittlerweile sind jeden Sommer Opernsängerinnen und Opernsänger aus verschiedensten Nationen in Maxlrain zu Gast.

Über die Jahre ihrer Geschichte entwickelte sich die Opernbühne weiter, veränderte sich, erfand sich in Teilen immer wieder neu und blieb sich ihrer Bodenhaftung und Verwurzelung dennoch treu, die jährlichen Produktionen aus eigener Kraft und mit Hilfe ihrer Unterstützer zu verwirklichen. Die weiteren Mitglieder des derzeitigen Vorstandes Werner Böhm, Ute Böswetter, Michaela Reinel und Dennis Willis seien hier neben Margret und James Barnes stellvertretend für all diejenigen genannt, die sich über die Jahrzehnte für die vielen verschiedenen Aufgaben im Verein und als Helfer rund um die Aufführungen ehrenamtlich mit großer Begeisterung, Idealismus und unzählig vielen Arbeitsstunden engagierten. Ihnen allen und natürlich auch dem treuen Publikum gebührt ein großes und herzliches Dankeschön für die vielen wunderbaren, unvergesslichen Opernabende in Maxlrain!

Der Opernbühne alles Gute zum Geburtstag – und Ihnen, liebes Publikum, einen wunderbaren, sommerlichen Jubiläums-Opernabend mit Mozarts „Cosí fan tutte“!

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