Oddur Jónsson

Der isländische Bariton Oddur Jónsson studierte Oper, Lied und Oratorium an der Universität Mozarteum Salzburg bei Prof. Andreas Macco und Prof. Martha Sharp. Im Sommer 2014 schloss er sein Masterstudium mit Auszeichnung ab und bekam von der Internationalen Stiftung Mozarteum die Lilli Lehmann Medaille verliehen.

2014 gab er sein Debüt an der Isländischen Oper als Rodrigo in Verdis „Don Carlo“. Bei den Icelandic Music Awards wurde er als Sänger des Jahres nominiert und erhielt den Nachwuchspreis in der Kategorie Klassische und Zeitgenössische Musik. An der Isländischen Oper folgten die Titelrolle in „Don Giovanni“, Figaro in „Il barbiere di Siviglia“ und Ned Keene in „Peter Grimes“ von B. Britten. 2013 war er bei den Salzburger Festspielen Cover für die Rolle des Rodrigo in Verdis „Don Carlo“, unter der Leitung von Antonio Pappano. Auf der Opernbühne verkörperte er des Weiteren den Grafen Almaviva in Mozarts „Le nozze di Figaro“, Guglielmo in Mozarts „Così fan tutte“, Belcore in „L’elisir d’amore“ von G. Donizetti, Fürst Jeletzky in „Pique Dame“ von P. Tschaikowsky, sowie den Orest in C.W. Glucks „Iphigenie auf Tauris“.

An der Opéra National de Paris sang er 2015 Das Lied von der Erde von G. Mahler in einer Ballettinszenierung von John Neumeier. Zu seinem Konzertrepertoire zählen u.a. die Basspartien in J. S. Bachs Weihnachtsoratorium, H-Moll Messe, Matthäus Passion, Johannes Passion sowie ein breigefächertes Liedrepertoire, darunter Schuberts Die Winterreise und Schwanengesang, Lieder eines fahrenden Gesellen von G. Mahler, Liederkreis op. 39 von Schumann und Liebeslieder-Walzer von J. Brahms.

Oddur Jónsson ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe: Schubert Preis und Lied und Oratorium Preis (Francesc Viñas Wettbewerb, Barcelona 2014), 1. Preis beim Internationalen Brahms Wettbewerb in Pörtschach (2013), 3. Preis beim Internationalen Schubert Lied-Duo Wettbewerb in Dortmund und 3. Preis beim Musica Sacra Wettbewerb in Rom. Er war Finalist der Mozart- und Belvedere Wettbewerbe sowie des Vokal Genial Wettbewerbs in München. 2011 war er Gewinner eines Förderstipendiums der Hamel Stiftung Hannover und des dazugehörigen Publikumspreises. Außerdem gewann er das Gianna-Szell Stipendium an der Universität Mozarteum.

Bei der Oper Schloss Maxlrain war er bereits 2016 in Tschaikowskys „Pique Dame“ als Fürst Jeletzki zu sehen.

(Stand: Juli 2018)